Mein Weg nach dem Studium

Interview nach dem Studium Scientific Computing

Benjamin. D., Abschlussjahr 2016


Mein Weg nach dem Bachelor Scientific Computing


Ich habe den Master Computational Science and Engineering an der TUM angefangen der inhaltlich super auf Scientific Computing aufbaut. Mittlerweile bin ich am Lehrstuhl für Computational Social Sciences an der ETH Zürich als Blockchain Entwickler gelandet und bewerbe mich aktuell dort für eine Promotionsstelle die inhaltlich auf den Themen meines Bachelors und Masters aufbaut.


Über mein Auslandssemester


Für mein Auslandssemester bin ich nach Pilsen in Tschechien gegangen. Ich habe sehr positive Erinnerungen an meinen Aufenthalt dort, die Angebote der Erasmus Gruppe waren sehr reichhaltig und es hat mich meinen Kommilitonen auf jeden Fall nähergebracht. Das Niveau der Vorlesungen war überraschend theoretisch geprägt. Das fand ich schon sehr fordernd, da ich die praktische Ausrichtung einer Hochschule gewöhnt war.


Mein Praxissemester habe ich im Bereich High Performance Computing am Leibniz-Rechenzentrum verbracht. Dabei habe ich viel Neues gelernt an Programmiersprachen und Tools. Im Anschluss habe ich als Werkstudent weiter dort gearbeitet.


Wie ich mich für den Studiengang entschieden habe


Ich habe zufällig über den Master Stochastic Engineering der HM gehört. Das klang spannend für mich: wie jetzt, was Zufälliges mit was Technischem zusammenbringen? So bin ich dann auf den dahin führenden Bachelor Scientific Computing gestoßen und habe mich zur Bewerbung entschlossen. Ich hatte mich auch auf Informatik beworben, dachte mir aber Scientific Computing klingt interessanter, das möchte ich lieber machen da es auch Mathe drin hat.


Meine persönlichen Erfahrungen mit Scientific Computing


Ich muss zugeben das ich mir mit der Mathe schwerer getan habe als ich erwartet hatte. Zum Glück hatte ich Kommilitonen, mit denen ich zusammen lernen konnte.


Das Konzept selbst „auf die Jagd“ nach Wahlpflichtfächer zu gehen, fand ich oft mühsam, muss aber rückblickend sagen, dass ich viele spannende Impulse aus Fächern mitgenommen habe, die ich mir auf diese Art ausgesucht habe.


In meiner Wahrnehmung gab es viele Möglichkeiten sich bei der HM über das Studienfach hinaus zu engagieren. Ich war bspw. bei ein paar Events des Strascheg Center for Entrepreneurship dabei, habe den „Train the Tutor“ Kurs im Career Center mitgemacht und war als studentisches Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des E-Learning Centers engagiert. Darüber hinaus hatte ich Werkstudentenjobs im E-Learning Center und als Programmierer im VADERE Forschungsteam von Prof. Gerta Köster.


Wann ist Scientific Computing das Richtige für mich oder was muss ich mitbringen, wenn ich Scientific Computing studieren möchte?


Puh, also ich war wie gesagt einfach fasziniert davon und wollte mehr darüber wissen. Ich denke man muss nicht mehr mitbringen als was man eh in einem Abitur oder Fachabitur unter Beweis stellen muss. Die Vorlesungen am Anfang sind so ausgelegt das alle „up to speed“ gebracht werden.


Was ich jeder und jedem eindringlich raten würde, ist, bei den Basics dranzubleiben! Analysis, Lineare Algebra etc. Es lohnt sich so sehr das so richtig gründlich im Kopf zu haben. Ich habe mir unzählige Male noch während dem Bachelor und dann in meiner weiteren Laufbahn gewünscht nochmal zurückgehen zu können in der Zeit und diese Grundlagenfächer so richtig gründlich zu studieren und nicht nur so viel, dass es für die Prüfung reicht.


Was ich schon immer mal zu Scientific Computing loswerden wollte


Rückblickend bin ich dankbar für die vielen Interaktionen mit Professoren und die vielen praktischen Lehreinheiten wo ich wirklich viel mitgenommen habe. Es geht leider weder so persönlich noch so praktisch weiter in den allermeisten akademischen Laufbahnen.


Über meine Bachelorarbeit


Meine Bachelorarbeit hat den Titel „Implementierungskonzepte für Agenten in Personenstromsimulationen. Effiziente Modellierung komplexer Charaktere“ die ich bei der accu:rate GmbH geschrieben habe. Ich habe sehr viel dabei gelernt und mich von der Firma und von seitens der HM durch Frau Prof. Dr. Köster kompetent betreut gefühlt. Im Anschluss habe ich 2.5 Jahre bei accu:rate als Werkstudent gearbeitet und habe dabei solide Programmierkenntnisse aufgebaut und ganz tolle Kollegen kennengelernt.


 


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