Alexander Wass (Dipl. Ing. (FH))

Portrait

„Ich habe Elektrotechnik mit Schwerpunkt Datentechnik studiert, weil ich bereits als Kind eine große Affinität zur Technik und schon damals viel gebastelt hatte. Bei meiner Großmutter zum Beispiel baute ich im Kindesalter eine optische Hilfe: Wenn jemand an der Tür klingelte, gingen in der Wohnung alle Lichter an. Aber auch in der Wohnung war schon viel automatisiert (Fenster, Rollläden, Türen, ...)


Irgendwie war es da die logische Konsequenz, in dieser Richtung zu studieren. Für München habe ich mich entschieden, weil es in Salzburg dieses Studium nicht gab. Da Bayern generell der Favorit war und Salzburg nicht weit entfernt ist, ergab sich der Rest von selbst.


Unter Informatik verstehe ich die Gesamtheit, die die Informatik bietet. Man darf sich einen Informatiker nicht so vorstellen, dass er alleine und von allen abgeschirmt vor seinem Computer sitzt. Es macht Spaß Software zu erstellen, diese dann aber auch über Kommunikation und Vertriebstätigkeit hin eigenständig und selbstverantwortlich bis zum Kunden zu begleiten und somit am gesamten Prozess teilzuhaben. Dabei ist immer wieder Abstimmung notwendig und oft müssen viele Gespräche geführt werden. Im Zusammenspiel der Menschen, etwas sehr Wichtiges, wird daraus ein sehr dynamischer Prozess, der die Freude am Beruf bringt. „Softwareentwicklung ist eine Kunst“ zu der es neben dem Talent auch das Handwerkszeug bedarf.


Die gesamte Studienzeit war eine schöne Zeit. Das gemeinsame Leben mit anderen Studierenden im Olympiadorf, der soziale Kontakt dort. Das Lernen des Handwerkszeugs im Studium und dann natürlich auch, das Studium gut beendet zu haben. Gefehlt haben mir Vorlesungen zum Vertragswesen und zu Rechten, wie Lizenzrecht bei Software und Internet- und Medienrechte. Das Wichtigste was ich aus meiner Studienzeit mitgenommen habe ist, Spielräume auszuloten und sich mit Menschen abzustimmen, generell das Kommunizieren mit- und untereinander.


Im Studium gab es natürlich auch immer wieder Momente in denen man sich fragte, passt das überhaupt. Das sind normale aber auch notwendige und überstandene Durststrecken.


Meine Praktika habe ich bei der Firma ASCOM in Salzburg absolviert und bei der TARA Systems GmbH, bei der ich inzwischen Geschäftsführer und Gesellschafter bin. Außerdem bin ich bereits seit 10 Jahren als Lehrbeauftragter an der Hochschule München in den Fakultäten 13 und 07 tätig.


In meiner Arbeit macht mir am meisten Spaß mit Menschen zu arbeiten, Dinge zu bewegen, neue Themen anzugehen, die große Vielfalt, zu koordinieren und die Firma weiter zu entwickeln. Auch in der Zukunft sehe ich mich weiterhin in der eigenen Firma. Diese möchte ich weiterhin lenken, leiten, schützen, vorwärts bringen, immer wieder neue Themen finden und entwickeln.



Mein Tipp für Studienanfänger ist, vorher prüfen in welche Richtung er/sie gehen möchte und Kontakte zum gewünschten Gebiet schließen, bzw. aufnehmen.



Einem Absolventen rate ich, offen zu sein, hinter den Produkten des zukünftigen Arbeitgebers zu stehen, das Aufgabengebiet zu hinterfragen und zu verstehen und das Betriebklima zu erfühlen, z.B. durch Probearbeiten.“



Studium Elektrotechnik, Schwerpunkt Datentechnik:
1988 - 1993 Studium an der FH München



Thema der Diplomarbeit:
Kommunikation eines hoch integrierten TV Chips via I2C Bus mit dem PC (Themenbearbeitung sowohl mit der notwendigen Hard- als auch Software)



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