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Wenn denkende Maschinen den Alltag erobern

IBM-Geschäftsführerin Martina Koderitz im regen Diskussionsaustausch mit Moderator Christof Kerkmann vom Handelsblatt (Foto: Julia Bergmeister)
IBM-Geschäftsführerin Martina Koderitz im regen Diskussionsaustausch mit Moderator Christof Kerkmann vom Handelsblatt (Foto: Julia Bergmeister)

[13|12|2017]

Campus Talk „Künstliche Intelligenz in Wirtschaft und Technik“

 

Die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) sind enorm: Sie verarbeitet unter anderem Kundenbeschwerden, ermöglicht autonomes Fahren oder diagnostiziert Tumore. Aber alles kann KI noch nicht. „Ich hab noch nichts gelesen von einem Computer, der so gut wie ein Bayer Schafkopf spielen kann“, scherzte Prof. Dr. Peter Mandl von der Fakultät für Informatik und Mathematik bei der Eröffnung des vom Handelsblatt organisierten Campus Talk.

 

Wie KI in Wirtschaft und Technik derzeit und zukünftig eingesetzt werden kann und was AbsolventInnen brauchen um KI zu entwickeln, diskutierten IBM-Geschäftsführerin Martina Koederitz, Johannes Forster von der HM, Dr. Markus Grimm von der GEMA, HM-Präsident Prof. Dr. Martin Leitner sowie Prof. Dr. Klaus Sailer vom SCE mit Moderator Christof Kerkmann vom Handelsblatt. Der als Roter Würfel bekannte Hörsaal war mit mehr als 200 BesucherInnen voll besetzt. Die Diskussion war offen für Fragen aus dem Publikum.

 

Mensch trifft Maschine

Dabei waren sowohl die vielen Fähigkeiten von KI als auch Befürchtungen, beispielswiese in puncto Datenschutz, das Thema. Präsident Leitner besitzt dazu eine entspannte Haltung: „KI wird immer selbstverständlicher werden. Eine Maschine an der Seite des Menschen wird zum täglichen Begleiter, aber in dieser Beziehung wird der Mensch immer das letzte Wort haben.“ Genau für diese Anwendung entwickelt IBM Experten- und Assistenzsysteme, die den Menschen unterstützen sollen. Ein Einsatzbereich von KI könnte in Zukunft zum Beispiel die rechercheaufwändige Aufgabe der GEMA-Abrechnung sein, bei der erörtert wird, welche KünstlerInnen pro Wiedergabe eines Titels wie viel Geld erhalten. Im Anschluss an die Diskussion traten die TeilnehmerInnen bei einem Get-Together in den Austausch.

 

Die Veranstaltungsreihe

Das Handelsblatt richtet die Campus-Talk-Reihe im Wechsel an unterschiedlichen Hochschulen mit verschiedenen Praxispartnern aus. Sie haben zum Ziel, den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern und zu stärken. Studierende werden so mit praktisch relevanten Fragen bekannt gemacht. Zusätzlich erhalten sie die Gelegenheit, mit VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis eine Fachdiskussion zu führen und mit diesen persönlich ins Gespräch zu kommen.

 

 

Cathrin Cailliau