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Happy Birthday, Herr Präsident

Auch mit 60 gern Präsident der HM: Prof. Dr. Martin Leitner (Foto: Julia Bergmeister)
Auch mit 60 gern Präsident der HM: Prof. Dr. Martin Leitner (Foto: Julia Bergmeister)

[03|06|2019]

HM-Präsident Martin Leitner feiert seinen 60. Geburtstag

 

Prof. Dr. Martin Leitner, seit Oktober 2016 Präsident der HM, studierte und promovierte an der Technischen Universität München. Nach Stationen am Klinikum rechts der Isar, am Hemholtz Zentrum München und bei der Siemens AG, wurde er 1992 an die Hochschule Ulm und 1997 an die Hochschule München berufen. Als Dekan führte Leitner von 2003 bis 2005 die Fakultät für Informatik und Mathematik. 2005 bis 2012 leitete er als Geschäftsführer die HIS (Hochschul-Informations-System GmbH) in Hannover. Seit 2012 ist Leitner wieder an der Hochschule München aktiv. Anlässlich seines 60. Geburtstags stand er für ein Interview zur Verfügung.

 

Herr Präsident Leitner, 60. Geburtstag – ein Tag wie jeder andere oder Zeit „zurückzublicken“?

Eher ein Tag wie jeder andere, business as usual. Am Vormittag ist Präsidiumssitzung, aber am Nachmittag gibt es eine kleine Feier an unserer Hochschule, auf die ich mich sehr freue. Und mit meiner Familie feiere ich dann am Wochenende.

 

Sie sind seit fast drei Jahren Präsident der HM. Was waren die schönsten Erfolge oder Ereignisse?

Da gibt es mehrere. Was mich schon sehr, sehr gefreut hat, war die Gründung der ersten Forschungsinstitute, das ist großartig. Auch die Verabschiedung der neuen Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung ist riesig, das wird uns sehr weiterhelfen. Die Gründung von M:UniverCity war toll; und die Verabschiedung des Hochschulentwicklungsplans sowieso. Das hat sehr gut geklappt. Aber all diese Erfolge sind ja nicht meine, sondern immer der Erfolg vieler. Besonders freue ich mich, dass das Präsidium zu einem tollen Team zusammengewachsen ist. Wir sind sehr effizient, und wir mögen uns, was sehr hilfreich ist.

 

Was wünschen Sie sich für Ihre nächsten Jahre?

Wenn ich weiterhin so gesund bliebe, dann wäre das wunderbar.

 

Neben Ihren zahlreichen Erfahrungen im Wissenschaftsbereich haben Sie auch in der Wirtschaft gearbeitet, z. B. bei der HIS GmbH. Was macht für Sie im Vergleich das Besondere einer Hochschule, der HM, aus?

Das Besondere der Hochschulen, auch speziell der Hochschule München, ist, dass sie extrem diskursfreudig sind. Ich glaube, das muss auch so sein, das liegt in der Natur der Sache. Denn die Kombination von Wissenschaft und Ausbildung ist nichts anderes, als die Kombination von Klugheit und Dialog. Auf gut deutsch: An einer Hochschule reden alle mit – und meistens zu recht und mit guten Argumenten. Diese Diskurse, die sich bei jeder Thematik auftun, dann zielgerichtet begleiten und auch formen zu können, das ist eine große Herausforderung, die gibt es so in der Wirtschaft nicht. Ich muss aber dazu sagen: Ich mag die Hochschulen, gerade weil sie so sind.

 

Sie haben eine schulpflichtige Tochter – wie bringen Sie Ihre Aufgaben als Präsident, die sich nicht „9 to 5“ erledigen lassen, in Einklang mit Ihrer Familie?

Das geht nur, weil meine Frau beruflich deutlich zurückgesteckt hat. Und dafür bin ich ihr sehr dankbar.

 

Und was machen Sie, um sich von der HM zu erholen?

Schlafen (lacht). Ich erhole mich am besten, wenn ich schlafe; und ich habe das große Glück, immer gut schlafen zu können.

 

Sie haben ein Theater geleitet, spielen Musikinstrumente – fehlt Ihnen manchmal der direkte Bezug zur Kultur in der Hochschulwelt?

Ich glaube, im Leben hat alles seine Zeit. Meine Zeit als Kulturschaffender ist vorbei. Ich war am Ostersonntag mit meiner Familie in einer Mozartmesse. Es war wunderbar, sich nur hinzusetzen, kein Lampenfieber zu haben, sich um nichts kümmern zu müssen – das sollen jetzt ruhig die anderen machen. Mit 30 habe ich das kaum ausgehalten…

 

Summa summarum: Präsident – ein Traumjob? Was schätzen sie an Ihren Aufgaben?

Ich war ja viele Jahre im Hochschulbereich unterwegs und habe da auch überregional viele Erfahrungen sammeln können. Ich freue mich, dass ich diese Erfahrungen jetzt immer noch einbringen kann. Ganz besonders ist sicher die Vielseitigkeit dieses „Jobs“. Es gibt wenig Routine. Also kurz gesagt, ich bin sehr gerne Präsident dieser Hochschule.

 

 

Das Gespräch führte Christina Kaufmann