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Auf Raumfahrtmission

Beeindruckend - ein Kontrollraum des DLRs (Foto: Hochschule München)
Beeindruckend - ein Kontrollraum des DLRs (Foto: Hochschule München)

[30|07|2018]

Die TalentE3-StipendiatInnen blickten hinter die Kulissen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt

 

Zu den Programmpunkten des Begabtenförderprogramms der HM gehören auch Besuche von Unternehmen, die zu den potentiellen Arbeitgebern für HM-Studierende zählen. So wie das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München. Wirtschaftsinformatik-Student Valentin Listl war einer der Teilnehmenden bei der Exkursion, die Mitte Juni stattfand – hier schildert er seine Eindrücke von der Exkursion.

 

Aufgaben des DLRS

Die Fahrtzeit von etwa einer halben Stunde zum DLR im eigens angemieteten Bus nutzten die Teilnehmenden zum Austausch über aktuelle Projekte, Studienabläufe und Gründungsideen. Angekommen am DLR nahm Gästebetreuerin Helena Eberz die Talente in Empfang, sie begleitete und betreute die Gruppe auch durch den weiteren Tag.

 

Im ersten Vortrag gab Thomas Heger, Event-Manager und zuständig für das zentrale Personalmarketing, eine Übersicht der wichtigsten Fakten zum DLR und nannte die Kennzahlen, Tätigkeitsgebiete sowie beruflichen Chancen und Karrieremöglichkeiten für MitarbeiterInnen. Ein Kurzfilm über den Standort Oberpfaffenhofen verdeutlichte das breit gefächerte Aufgabenfeld des DLRs und seiner 19 angeschlossenen Institute.

 

Einblick in das Zentrum für satellitengestützte Krisenkommunikation
Einblick in das Zentrum für satellitengestützte Krisenkommunikation

Zentrum für satellitengestützte Krisenkommunikation

Im Anschluss ging es zum Zentrum für satellitengestützte Krisenkommunikation (ZKI). Hier eröffnete Elisa Schröter, Research Associate beim DLR, einen fundierten Einblick in die Aufgaben, Abläufe und Phasen des ZKIs, das ein Teil des Earth Observation Centers (EOC) ist. Das ZKI unterstützt Rettungskräfte im Bedarfsfall beim Beschaffen, Aufbereiten und Analysieren von Daten, die im Einsatz bei Natur- und Umweltkatastrophen, humanitären Hilfsaktionen und in Bereichen der zivilen Sicherheit für Hilfskräfte von hoher Wichtigkeit sind. Der Ablauf einer Krisenbewältigung interessierte die Studierenden sehr und sie stellten viele Fragen zu dem Thema.

 

Die Studierenden besichtigten den Nachbau der Forschungskapsel 'Columbus' (Foto: Hochschule München)
Die Studierenden besichtigten den Nachbau der Forschungskapsel 'Columbus' (Foto: Hochschule München)

Forschungskapsel Columbus

Im dritten Teil der Exkursion übernahm Dr. Andreas Ohndorf, Mitarbeiter des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums – auch German Space Observation Center (GSOC) genannt – die Gruppenführung und lieferte grundlegende Zusammenhänge im Bereich Raumfahrt, die auch für Fachfremde gut verständlich aufbereitet waren. Die Forschungskapsel „Columbus“, die auch als Columbus Control Center bezeichnet wird, konnte im detailgetreuen Nachbau unter die Lupe genommen werden. Die Kapsel stellt den europäischen Beitrag zur Internationalen Raumstation (ISS) dar. Dr. Andreas Ohndorf erläuterte die Besonderheiten ihres Aufbaus und beschrieb den Arbeitsalltag eines Astronauten.

 

Der Besuch der Kontrollräume für die Satelliten-Mission war das Highlight der Exkursion (Foto: Hochschule München)
Der Besuch der Kontrollräume für die Satelliten-Mission war das Highlight der Exkursion (Foto: Hochschule München)

In den Kontrollzentren

Das absolute Highlight des Tages war der abschließende Besuch der vier Kontrollzentren des Deutschen Raumfahrtzentrums. Die StipendiatInnen begutachteten die Kontrollräume für Satelliten-Missionen und bemannte Raumfahrt-Missionen und konnten den Tagesablauf eines Mitarbeiters am Standort Oberpfaffenhofen nachvollziehen. Dr. Andreas Ohndorf gab detaillierte Einblicke in den Alltag des kürzlich auf der ISS angekommenen Astronauten Alexander Gerst, der sich als abwechslungsreich, aber auch, wenn die gewohnte Schwerkraft fehlt, als gewöhnungsbedürftig herausstellte. Die HM-Studierenden zeigten sich äußerst interessiert und stellten viele fachbezogene, aber auch allgemeine Fragen.

 

Die Exkursion verging gefühlt wie im Flug, da nie Langeweile aufkam. Das DLR präsentierte sich als spannendes Unternehmen und Arbeitgeber, der mit einem breiten Aufgabenspektrum für AbsolventInnen der Hochschule München einen aussichtsreichen Einstieg in die Berufswelt verspricht.

 

 

Valentin Listl