Mein Weg nach dem Studium

Interview nach dem Studium Scientific Computing

Jürgen Sch., Abschlussjahr 2012


Mein Weg nach Scientific Computing


Nach dem Bachelor habe ich mich für den Master in Numerik und Stochastik entschieden, weil die Grundlagen im Bachelor einfach gut gelegt waren. Ich möchte in Zukunft gerne numerische Strömungsmechanik berechnen. Im Bachelor hatte ich bei den Anwendungsfächern unter anderem Strömungsmechanik und das fand ich super. Neben dem Master arbeite ich im Bereich Blitzmessung. Es geht darum, dass elektromagnetische Felder von Blitzen aus gesendet werden, die gemessen werden können und dadurch kann man dann numerisch ermitteln, wo der Blitz eingeschlagen hat.


Scientific Computing im weiteren Studium


Ganz viele von den Dingen, die ich im Masterstudium brauche, wurden im Bachelor schon mal angeschnitten. Speziell die Numerik-Vorlesungen werden jetzt wiederholt und dann vertieft. Da bringt es mir viel, dass ich das nicht zum ersten Mal höre.


Tipps an potentielle Studienanfänger / Wann ist Scientific Computing das Richtige für mich?


Du solltest Spaß an Modellierung haben und am Abbilden von Begebenheiten. Diejenigen, die früher gern mit Lego gespielt haben, sind genau richtig in Scientific Computing.


Über mein Praxissemester


Das Praktikum war großartig, weil ich bei der Münchner Rück Wirbelstürme berechnet habe und dabei [virtuell] Inseln in der Karibik zerstören konnte. Vor allem mein Wissen aus Numerik konnte ich gut gebrauchen, weil ich viel mit Matlab programmiert habe. Außerdem war Analysis wichtig, weil auch Regressionen dabei waren. Aus der Softwareentwicklung habe ich noch bestimmte Sachen angewendet, um das möglichst gut in Code zu verpacken. Als ich dort anfing, konnten sich meine Kollegen nichts unter Scientific Computing vorstellen und wussten nicht, dass sie mich brauchen. Man muss den Leuten erst erklären, warum man ihnen helfen kann und dann sind sie angetan.


Was ich schon immer mal zu Scientific Computing loswerden wollte


Man muss sich ganz genau überlegen, welche Fächer man wann macht. Gerade bei den Anwendungsfächern ist das super wichtig, wann man welche Fächer macht und ob die überhaupt Sinn machen. Das ist das Einzige, wo man wirklich beide Augen offen halten muss, was man jetzt genau nimmt.


Wünsche und Erwartungen vor und nach dem Studium


Ich konnte mir anhand der Broschüre gut vorstellen, was ich machen würde. Ab dem Praxissemester war ziemlich klar, wo die Aufgaben liegen, was man macht und was man leider nicht macht - aber da kann man ja dann danach weitermachen.