Allgemeine Informationen zum Studiengang Informatik

Studienrichtung Informatik in der Technik
Studienrichtung Informatik in der Wirtschaft

 

Auf dieser Seite:
  1. Was ist Informatik?
  2. Studienziel
  3. Ablauf des Studiums
  4. Frauen und Informatik
  5. Zum Berufsbild
  6. Wer ist geeignet?
  7. Mehr Informationen?
Was ist Informatik?

Die Informatik befasst sich mit informationsverarbeitenden Prozessen; sie beschreibt, analysiert und automatisiert solche Vorgänge derart, dass sie auf elektronischen Rechenanlagen ablauffähig werden. Äußerst komplexe technische, wissenschaftliche, aber auch wirtschaftliche oder kaufmännische Aufgaben werden heutzutage auf diese Weise mit Hilfe von Programmen untersucht, gelöst bzw. abgewickelt. Natürlich gehören die entsprechenden Anlagen (Computer) mit Blick auf deren Aufbau ebenfalls zum Studiengegenstand.

Während die Theoretische Informatik mit sehr intensiver Nutzung mathematischer Methoden in erster Linie allgemeine Gesetzmäßigkeiten hinter ihren Konstrukten sucht und auf diese Weise grundsätzliche Einsichten vermittelt, ist eine eher praktisch orientierte Informatik, wie sie an den Fachhochschulen gelehrt wird, in den allermeisten Studiengegenständen sehr anwendungsnah und somit konstruktiv. Mindestens von daher findet die Informatik, ihrem Selbstverständnis nach eher eine Geisteswissenschaft (wie z.B. die Mathematik) als eine Naturwissenschaft, im Umfeld der gestaltenden Ingenieurwissenschaften an einer Fachhochschule durchaus einen geeigneten Platz.

Studienziel

Das Informatik - Studium an der Fachhochschule München führt im Rahmen einer wissenschaftlich fundierten, praxisnahen Ausbildung in alle derzeit relevanten Anwendungsgebiete soweit ein, dass der erfolgreiche Absolvent mit soliden und ausreichend breiten Basiskenntnissen in seiner späteren Berufslaufbahn nach kurzer Einarbeitszeit hochwertige und zukunftssichere Arbeit bei Herstellern wie Anwendern in Wirtschaft und Technik zu leisten in der Lage ist.

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Ablauf des Studiums

Zum zweisemestrigen Grundstudium gehört vor allem die Vermittlung umfassender Kenntnisse in Grundlagenfächern: Das betrifft die Mathematik zur Förderung der Analysefähigkeit, aber auch als Darstellungsmittel für komplexe Sachverhalte. Aufbau, Funktion und Betrieb von Rechenanlagen sind weitere Themen einschlägiger Vorlesungen und Praktika, und das exemplarische Erlernen einer (ersten) praktisch einsetzbaren Programmiersprache. Das Grundstudium wird mit einer Vorprüfung abgeschlossen; ein guter Abschluss dieser Prüfung ist eine weitgehende Garantie für den erfolgreichen Durchlauf des daran anschließenden Hauptstudiums.

Im Hauptstudium müssen sich die Studierenden für eine der beiden Studienrichtungen

  • Informatik in der Technik oder
  • Informatik in der Wirtschaft

entscheiden.

Dieser Teil des Studiums umfasst vier theoretische und zwei Praxissemester, die im 3. und 6. Fachsemester außerhalb der Hochschule abgeleistet werden.

Je nach Wahl der Studienrichtung wird ein Kanon durchaus gemeinsamer Fächer in der einen oder anderen Richtung schwerpunktmäßig so ergänzt, dass sich auch unter Berücksichtigung spezieller Neigungen des Studierenden zusätzliche inhaltliche Schwerpunkte bis zum Studienabschluss ausformen lassen. Einige Einzelheiten kann man aus den Stundentafeln ableiten.

Generell sind wir der Auffassung, dass Informatiker in Richtung Systemanalyse, Modellierung und Softwaretechnik ausgebildet werden müssen. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Umfang und Anspruchsniveau von Softwaresystemen ständig steigen, die Systemumgebungen immer komplexer werden, die Anwendungsbereiche sich immer stärker spezialisieren und ökonomische Gesichtspunkte heutzutage jedes Projekt begleiten.

In den letzten Jahren haben wir uns verstärkt mit dem Aspekt der nicht fachspezifischen Fähigkeiten auseinandergesetzt und unsere Lehrinhalte bis hin zu speziellen Veranstaltungen so überarbeitet, dass auch die Vermittlung von Soft skills die Persönlichkeit des zukünftigen Informatikers für Projektarbeit und andere Führungsaufgaben formt.

In der Diplomarbeit bearbeitet der Student zum Ende seiner Hochschulzeit ein umfangreiches Problem aus einem von ihm selbst gewählten Sachgebiet, häufig erwachsen aus Tätigkeiten während seines zweiten Praxissemesters:

Diese Praxissemester werden bei einschlägigen Firmen in Wirtschaft und Industrie, auch in der Verwaltung durchgeführt und mit Lehrveranstaltungen der Hochschule begleitet. Während der letzten Jahre mit durchgängig hohem Informatikerbedarf ist immer deutlicher geworden, dass insbesondere das zweite Praxissemester die wohl wichtigste Kontaktbörse für den Berufseinstieg darstellt; in nächster Zeit wird es unserer Auffassung nach das Gespenst der Arbeitslosigkeit jedenfalls für qualifizierte Informatiker nicht geben.

Mit der Diplomprüfung verleiht die Fachhochschule schließlich den akademischen Grad eines Diplominformatikers (FH). - Dass junge Frauen dieses Studium ebenfalls absolvieren können und sollen, möchten wir eigens betonen:

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Frauen und Informatik

Es gibt nichts innerhalb des Faches oder in der späteren Berufspraxis, was Frauen von diesem Studiengang abhalten sollte: Leider ist das Interesse aus weithin unbekannten Gründen in den letzten Jahren sichtbar zurückgegangen. Das spätere Berufsleben, auch schon das Studium, verlangt ein großes Maß an Konzentration, Zähigkeit und Geduld, ferner Kommunikation und Teamfähigkeit mit Verhandlungsgeschick, also auch Eigenschaften, die man gerne unter dem Oberbegriff Sozialkompetenz zusammenfasst. Ohne in ein überkommenes Rollenverständnis zu fallen, möchten wir zu bedenken geben, dass diese und andere Qualifikationsmerkmale auch und gerade Frauen eigen sind: Für die spätere Informatikerin ist es durchaus einige Zeit lang möglich, temporäre Familienverpflichtungen ohne Einbußen an den eigenen Anspruch und an die Qualität der Arbeit mit einer anspruchsvollen Berufstätigkeit in Einklang zu bringen.

Die teils extrem hohe Komplexität nahezu immaterieller Systeme kann man fast vollständig am Schreibtisch installieren, und dies bei geringen Sachinvestitionen. Eine eigene Firma ohne großen Aufwand: Zielvorstellung auch für Jungunternehmerinnen!

Zum Berufsbild

Das Berufsbild Informatiker(in) umfasst seit seiner Formulierung als Studienziel im Hochschulbereich vor nunmehr gut dreißig Jahren (an der TU München, aber auch an der FHM) Spezialisten für Konstruktion und Einsatz von Rechnern, also Hard- wie Software, aber viel allgemeiner zunehmend auch Fachleute für Systemanalyse und Strukturierung von Problemlösungen in nahezu allen Anwendungsbereichen des täglichen Lebens. Neben Aufgaben in Entwicklung und Programmerstellung, Vertrieb, Beratung und Wartung kommen immer mehr Einsatzmöglichkeiten in Bereichen der Administration, Schulung und Lehre hinzu. Das neue Jahrtausend begann mit Internet, Mobilfunk und Datenautobahnen als Zeitalter der Kommunikation und wird klassische Vermittlungsmedien zwar nicht ersetzen, aber doch in wesentlichen Aspekten ergänzen und nachhaltig beeinflussen.

Aus derzeitiger Sicht kann man daher ohne großes Risiko behaupten, dass bis auf weiteres alle qualifizierten und engagierten Studienabgänger der Informatik einen angemessenen und gut dotierten Arbeitsplatz finden werden. Im Berufsalltag müssen Informatiker(innen) ihre gesamte Persönlichkeit einsetzen, nicht nur Fachwissen und Verstand; Kommunikationsfähigkeit, Überzeugungskraft und etliche weitere Komponenten sozialer Intelligenz machen ebenfalls einen Großteil des Erfolgs im Beruf aus und garantieren weiter Spaß an der Arbeit.

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Wer ist geeignet?

Naheliegenderweise sind logisches Denkvermögen und die Fähigkeit zur Abstraktion Voraussetzungen bzw. Bedingungen für ein erfolgreiches Studium der Informatik. Aufwendige Systemkonzepte und umfangreiche Programmentwürfe verlangen Geduld und Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit und permanente Lernfähigkeit zum Umfeld, schließlich nicht zuletzt die Fähigkeit zur Teamarbeit. Unerlässlich sind fundierte Kenntnisse und Fertigkeiten in der Mathematik ohne dass uns eine spezielle Begabung erforderlich scheint: Aber die Sprache der Mathematik erleichtert es ungemein, Analysen und Ergebnisse an andere zu vermitteln, die Hintergründe von Gegenständen der Informatik (und Anwendungsbereichen) zu verstehen sowie verschiedenste Aufgabenstellungen zu formalisieren und geeignet zu modellieren. Man sollte schließlich ausreichend gut mündlich wie schriftlich formulieren können. Englisch als erste Fremdsprache mit wirklich ausreichenden Kenntnissen ist ein Muss ...

Mehr Informationen?

Wenn Sie sich für das Studium der Informatik interessieren, dürfen Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen: Jedes Jahr im Oktober organisiert die FH München einen “Tag der offenen Tür”, bei dem sich auch unsere Fakultät präsentiert. Dieser Tag (aber durchaus auch ein anderer Zeitpunkt) wäre eine passende Gelegenheit, sich als Schüler/in der Oberstufe einmal bei uns umzusehen, mit Studierenden der Fakultät zu sprechen oder auch die Fachstudienberater zu befragen ...

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